Lieber verwirrter Delinquent,
dass eine Zahlungsaufforderung mit diversen Gegenforderungen mehr oder weniger schwachsinniger Art beantwortet wird, ist uns nicht neu. Neu ist allerdings das Verlangen etwa nach dem Nachweis, dass das Gesetz überhaupt Gesetz ist - oder so ähnlich, weil ja das Grundgesetz, welches ohnehin nur von den Alliierten für die Westdeutschen erschaffen wurde, seit dem 18. Juli 1990 nicht mehr gilt. Wenn man also nicht beweisen kann, dass das Gesetz noch gilt, dann schuldet man auch rein gar nix - wie praktisch. Wenn man doch etwas irdischen Zaster will, dann betreibt man ein "verbotenes Standgericht". Einverstanden ! Wir grüßen mit einem herzlichen
Feuer frei !
Hallo Pizzafritzen,
wir finden es toll, dass Ihr Eure super Produkte nicht nur nach Hause, sondern auch in den Wald liefert, oder zumindestens rechts an Wald oder wohin ?
Cheese !
Liebes Finanzamt,
wir wissen um die knappen öffentlichen Kassen. Deshalb ist es eigentlich nicht recht verwunderlich, wenn Du glaubst, beim Bürger Forderungen eintreiben zu müssen, die 100 Jahre alt sind, wie etwa mit diesem Schreiben. Wenn Du aber auf telefonische Nachfrage erklären lässt, dass die Zahlung Deines Schäfchens deshalb nicht richtig verbucht wurde, weil eben für 2006 in der EDV nichts offen war, dann hast Du ein echtes Problem. Bei der Berechnung der Umsatzsteuer des letzten Jahrtausends können wir Dir leider nicht behilflich sein, falls Du Dir aber Schrottsoftware ohne Plausibilitätsprüfung und dafür mit "Jahr 2000 Problem" hast andrehen lassen, kannst Du uns gerne - zum Wohle Deiner arg knappen Kasse - beauftragen.
Mit fiskalischen Grüßen !
Autofahrer und Kapitalismus
Einen besonders lustigen Zeitgenossen konnten wir auf der Gegenseite begrüssen: Er wollte eine KFZ Versicherung durch die Angabe einer falschen Schadensfreiheitsklasse "erleichtern", als diese dann die tatsächlich fälligen Beiträge einklagte, schickte er zuerst Beschimpfungsbriefe an das Gericht, dann versorgte er unseren Briefkasten mit lustigem Altpapier (Kontoauszüge, Schreiben des Vermieters über Mietrückstände, Kostenbescheid der Stadt für das Sicherstellen seines PKWs etc). Einem solchen Altpapierhaufen war dieses Schriftstück beigefügt, mit welchem wahres Klassenbewusstsein demonstriert wurde.
Neues aus Dresden (Ostdeutschland).
Gleich mit einem Höhepunkt wollen wir beginnen. Es handelt sich hierbei um das Schreiben eines Geschäftsführers einer GmbH mit Sitz in Erfurt an das Gericht. Problematisch ist allerdings, dass er sich jedesmal schämt, wenn er auf die Neuen Länder angesprochen wird. In diesem Dauerzustand der Scham entwickelt der Verfasser ein eigenes, ganz erstaunliches Weltbild, in welchem auch die Toten aus dem Krieg und der "oft nicht korrekten" Vertreibung ihren Platz haben. Aber lesen Sie selbst hier (Acrobat Reader erforderlich). Unser Lieblingssatz ist aber dennoch die in dieser Form doch ein wenig überraschende Weisheit "Dresden gehört ja nun (leider) wieder zu Deutschland".
An alle sadistischen Deutschlehrer die Aufforderung: Machen Sie doch diese Aussage zum Gegenstand eines Besinnungsaufsatzes in Ihrer Oberstufenklasse. Die besten Resultate - wir rechnen mit Meisterwerken des Deutschtums - veröffentlichen wir hier auf rechtsAbfall.de und loben für die Sieger hiermit wertvolle Buchpreise aus.
Versprochen !